Atmosphärenchemie alt Text

Ausführliche Beschreibung der Forschungsaktivitäten

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Die Erdatmosphäre enthält 21 % Sauerstoff und ist somit durch oxidierende Verhältnisse geprägt. Bei der Oxidation werden Erd- und anthropogene Gase in Produkte umgewandelt, die durch nasse und trockene Deposition leichter aus der Atmosphäre ausgetragen werden können. Dabei werden verschiedene Gase ausgetragen, die sich anderenfalls sammeln und einen Treibhauseffekt zur Folge haben würden oder giftig für Lebewesen sein könnten.

Diese Selbstreinigungsfunktion der Atmosphäre wird von radikalen Reaktionszyklen reguliert, die denen in Verbrennungsprozessen ähneln. Dabei oxidieren Kohlenwasserstoffe zu Kohlendioxid und Wasserdampf. Viele Gase, insbesondere reaktive Kohlenstoff- und Stickstoffverbindungen, können weltweit erhebliche Auswirkungen auf die Menge atmosphärischer Oxidatoren haben. Wir untersuchen, in welchem Ausmaß Erd- und anthropogene Emissionen die Selbstreinigungsfunktion beeinflussen und welchen Beitrag sie zu regionalen und globalen Veränderungen von Atmosphäre und Klima leisten.

Unsere Forschungsarbeit konzentriert sich auf Fotooxidation, die bei der Selbstreinigung eine wesentliche Rolle spielt. Wir entwickeln hochempfindliche Geräte zur Messung von Spurengasen, darunter reaktive Radikale, die in kleinsten Mengen auftreten, um fotochemische Reaktionsketten zu entschlüsseln. Unser Spezialgebiet ist die Entwicklung von Geräten für Flugzeuge. Laseroptische, massenspektrometrische und gaschromatografische Methoden dienen beispielsweise der Bestimmung der wesentlichen Abbauprodukte von Kohlenwasserstoffen. Unsere Studien umfassen Laboruntersuchungen, Feldmessungen von Flugzeugen und Schiffen aus sowie Satellitenmessungen. Wir entwickeln Computermodelle für die Simulation der Wechselwirkungen chemischer und meteorologischer Prozesse und untersuchen die Einflüsse veränderter atmosphärischer Zusammensetzungen auf das Klima.