Ehrung und Karrieresprung für chinesische Atmosphärenforscher aus Mainz

Drei Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie forschen jetzt dank des chinesischen 1000 Talente-Programm an renommierten Universitäten in China.

Um wissenschaftliche Talente ins Land zu holen, hat China eine spezielle Strategie: Das 1000-Talente-Programm bietet Spitzenforschern aus dem Ausland attraktive Forschungsfördermittel und Stellen als Universitätsprofessoren. Zu den anspruchsvollen Auswahlkriterien in dem sehr kompetitiven Programm gehören hervorragende Forschungsergebnisse und Publikationserfolge.

Drei ehemalige Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie wurden vor Kurzem mit einer Förderung durch das 1000 Talente-Programm ausgezeichnet und erhielten Professorenstellen an chinesischen Universitäten, die stark im Bereich der Atmosphärenforschung sind:

Zhibin Wang, ehemaliger Mitarbeiter in der Forschungsgruppe von Hang Su, forscht nun am College of Environmental and Resource Sciences der Zhejiang University in Hangzhou. Sein Thema ist die Bildung und Transformation von sekundären Aerosolpartikeln in verschmutzter Luft.

Nan Ma arbeitete als Postdoc in der Forschungsgruppe von Yafang Cheng und ist jetzt am Institute for Environmental and Climate Research (ECI) der Jinan University in Guangzhou angestellt. Er untersucht nun Rußaerosole und ihre klimatischen Effekte.

Bereits im vergangenen Jahr wechselte Qiaoqiao Wang aus der Gruppe von Meinrat O. Andreae an das ECI der Jinan University in Guangzhou. Sie befasst sich mit der Modellierung der Effekte von atmosphärischen Aerosolen auf Luftqualität und Klimawandel.

„Der Erfolg unserer ehemaligen Mitarbeiter freut mich sehr und zeigt, das unser Institut ein echtes Sprungbrett für erfolgreiche wissenschaftliche Karrieren ist“, sagt Ulrich Pöschl, Direktor am Max-Planck-Instituts für Chemie.