Quelle: Wikicommons: Zero Grey
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Mit dem Nobelpreis für Chemie wurden bereits drei Wissenschaftliche Mitglieder des Instituts ausgezeichnet.

Richard Willstädter (1872-1942) erhielt 1915 den Nobelpreis für Chemie für die Untersuchungen von Pflanzenfarbstoffen. Er untersuchte die Struktur und Synthese von Chlorophyll und Anthocyanen. 1912 bis 1916 war er wissenschaftliches Mitglied und Leiter der Organischen Abteilung am Kaiser-Wilhelm-Institut (KWI) für Chemie.

Otto Hahn (1879-1968) erhielt für die Entdeckung der Kernspaltung 1945 den Nobelpreis für Chemie. Ihm zu Ehren trägt das Max-Planck-Institut für Chemie den Beinamen Otto-Hahn-Institut.  1946 wurde er zum Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und ebenso der neu gegründeten Max-Planck-Gesellschaft ernannt.

Paul J. Crutzen (geb. 1933) war von 1980 bis 2000 Direktor am Max-Planck-Institut für Chemie. Für die richtungsweisende Arbeit zur Aufklärung des Ozonlochs wurde ihm zusammen mit Mario J. Molina und Frank Sherwood Rowland, 1995 der Nobelpreis für Chemie verliehen. Crutzen erforschte die Rolle der Stickoxide in der Atmosphäre und erstellte Szenarien zum Nuklearen Winter. Des Weiteren prägt er den Begriff „Anthropozän“ für das jetzige Erdzeitalter.