Konferenz zu Ehren von Atmosphärenchemiker Paul Crutzen

Symposium "The Anthropocene" - Namhafte Köpfe aus aller Welt gratulieren dem Mainzer Nobelpreisträger zum 80. Geburtstag

14. Oktober 2013

Zu Ehren seines ehemaligen Direktors Paul Crutzen lädt das Max-Planck-Institut für Chemie gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung am 2. Dezember 2013 zum Symposium „The Anthropocene“ in das Kurfürstliche Schloss in Mainz ein. Bedeutende Forscher wie der Nobelpreisträger Mario Molina, der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer, die frühere Vorsitzende des Weltklimarats Susan Solomon, der Präsident der Amerikanische Akademie der Wissenschaften Ralph Cicerone sowie die Klimaforscher Hartmut Graßl und Veereabhadran Ramanathan werden im Rahmen  der Konferenz ihre Sichtweise des Begriffs „Anthropozän“ (engl. Anthropocene) vorstellen. Zu den politischen Gästen zählen u. a. die rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerin Doris Ahnen sowie Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Prägte den Begriff "Anthropozän", der Atmosphärenchemiker und Nobelpreisträger Paul Crutzen.

2. Dezember 2013, 9 – 18.30 Uhr

Kurfürstliches Schloss Mainz
Peter-Altmeier-Allee 1
55116 Mainz

18 Jahre ist es her, dass Paul J. Crutzen mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurde. Zusammen mit Mario J. Molina und F. Sherwood Rowland ehrte ihn das Nobelpreiskomitee für seine richtungsweisenden Arbeiten, die zur Aufklärung des Ozonlochs führten. Mit rund 80 Jahren widmet sich Atmosphärenforscher und Nobelpreisträger Paul J. Crutzen heute der Frage, wie der Mensch die Natur beeinflusst und nachhaltig verändert.

Der kreative Kopf hatte Zeit seines Lebens einen offenen Blick in die Zukunft ohne dabei die Vergangenheit aus den Augen zu verlieren. Beides veranlasste ihn vor über zehn Jahren dazu, einen neuen Begriff für das durch den Menschen geprägte Erdzeitalter vorzuschlagen. Das „Anthropozän“ versteht den Menschen als Faktor, der die geologischen, biologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde unwiederbringlich verändert. Damit wird der Mensch zum konkret Verantwortlichen für die weitere Entwicklung unseres Planeten.

Ein stets aktiver Geist

1980 trat Paul Crutzen sein Amt als Direktor am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz an. Als Nachfolger Christian Junges leitete er zwanzig Jahre lang die Abteilung „Chemie der Atmosphäre“, bevor er im Jahr 2000 in den Ruhestand ging. Anlässlich seines runden Geburtstags am 3. Dezember wünschte sich der Mainzer Ehrenbürger einen wissenschaftlichen Blick in die Zukunft statt selbigen zurück auf sein Leben zu werfen. 

Ganz in seinem Sinne steht somit das wissenschaftliche Symposium am 2. Dezember in Mainz. Die englischsprachige Konferenz zielt darauf ab, wichtige Denkanstöße aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammenzutragen und auf wichtige Entwicklungen oder Probleme hinzuweisen. Die Teilnehmer erwartet somit ein abwechslungsreiches und sicherlich inspirierendes Programm.

Insgesamt zehn hochrangige Forscher werden im Kurfürstlichen Schloss in Mainz am 2. Dezember 2013 von 9-18.30 Uhr ihre Gedanken rund um dieses Arbeitsgebiet präsentieren.

Grußworte

  • Wolfgang Schön, Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft
  • Doris Ahnen, rheinlandpfälzische Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur
  • Georg Schütte, Staatssekretär Bundesministerium für Bildung und Forschung
  • Michael Müller, ehemaliger Parlamentarischer Staatssekretär
  • Bernd Schmidbauer, ehemaliger Staatsminister

Wissenschaftliche Sprecher

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