Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und Max-Planck-Institut für Chemie verbessern Wissenstransfer von der Forschung in die Gesellschaft

Gemeinsame Pressemitteilung der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und des Max-Planck-Instituts für Chemie

16. November 2021

Von Feinstaub bis zu Aerosolen: Wie der Wissenstransfer von der Grundlagenforschung über eine Hochschule für angewandte Wissenschaften in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft besser und schneller gelingen kann, untersucht das gemeinsame Forschungsprojekt „KLUGER Transfer“ (Klima-Umwelt-Gesundheit-Transfer) der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) mit dem Max-Planck-Institut für Chemie (MPIC) in Mainz. Der H-BRS kommt dabei die Rolle des „Transferscharniers“ zu, sie übersetzt sozusagen zwischen Theorie und Praxis.

Gemeinsame Forschungsprojekt „KLUGER Transfer“ (Klima-Umwelt-Gesundheit-Transfer) der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) mit dem Max-Planck-Institut für Chemie (MPIC) in Mainz. Der H-BRS kommt dabei die Rolle des „Transferscharniers“ zu, sie übersetzt sozusagen zwischen Theorie und Praxis.

In dem Projekt sollen am Beispiel der globalen Klima- und Umweltveränderungen und damit einhergehender Effekte neue Methoden und Instrumente zum Wissenstransfer entwickelt und erprobt werden. „Kluger Transfer“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den nächsten drei Jahren mit etwa einer Million Euro gefördert, die sich jeweils etwa zur Hälfte auf beide Projektpartner verteilen.

In dem Verbundprojekt soll eine mehrstufige Transferkette entwickelt werden. „Mit dieser innovativen Partnerschaft wollen wir den Transfer institutionalisieren und verstetigen“, sagt Professorin Wiltrud Terlau vom Internationalen Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) der H-BRS. „Neue Erkenntnisse sollen schnell in der Gesellschaft ankommen und nicht in der Wissenschaft verharren.“ Die Forscherinnen und Forscher wollen geeignete und innovative Formate analysieren und umsetzen, um ein nachhaltiges und zielgruppenspezifisches System der Wissensvermittlung in die Praxis zu schaffen. Eine begleitende Transferstudie ergänzt das Vorhaben. Letztlich soll eine Blaupause für künftige Wissenschaft-Praxis-Partnerschaften im bundesdeutschen Bildungs- und Innovationsystem entstehen. Ein weiteres Ziel sind neue Kooperationen und Netzwerke.

Für die Erprobung neuer Wege sind die beiden Beteiligten besonders geeignet: Das MPIC hat den Anspruch, mit Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung zu einem Handeln in der Gesellschaft und einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. „Aktuell beschäftigen sich unsere Forschenden zum Beispiel mit dem Zusammenhang zwischen Luftqualität und Gesundheit oder der Ausbreitung von Aerosolen in Innenräumen, die gerade in der Corona-Pandemie eine große Rolle spielt“, sagt Susanne Benner, Leiterin Kommunikation am Max-Planck-Institut für Chemie. Die H-BRS als Hochschule für angewandte Wissenschaften hat den Transfer als „Dritte Mission“ neben Forschung und Lehre als ein besonderes Merkmal und strategischen Schwerpunkt ihrer Praxisorientierung.

„Wir verstehen uns als Transferscharnier zwischen der Grundlagenforschung und der Gesellschaft“, so Terlau. „Außerdem übernehmen wir das neue Wissen in unsere eigenen Initiativen und die Lehre“, sagt Martin Hamer, Honorarprofessor am IZNE. So könne die Ausbildung der Studierenden verbessert werden. Aber der Transferweg ist keine Einbahnstraße: „Wir wollen auch gesellschaftliche Probleme aufgreifen und in wissenschaftliche Projekte aufnehmen“, ergänzt Hamer.

 

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