Europäische Initiative für gesündere Städte
Digital-Twin-Technologie hilft Städten, die Umweltverschmutzung zu mindern und die öffentliche Gesundheit zu schützen.
Das Projekt HARMONIE (kurz für „Health Assessment Refinement for Mitigating Noise and Air Quality Effects) bringt europäische Experten zusammen, um die Auswirkungen von Luftverschmutzung und Lärm auf die Gesundheit zu untersuchen. Das Projekt wird vom Barcelona Supercomputing Center koordiniert und ist Teil der EU-Mission „Klimaneutrale und intelligente Städte bis 2030“. HARMONIE nutzt und entwickelt fortschrittliche Methoden um saubere und gesunde Städte planen zu können.
Für fünf Pilotstädte (Barcelona, Lausanne, Sarajevo, Gävle und Barakaldo) werden dazu detaillierte Daten über Luftverschmutzung und Lärmbelastung gesammelt. Diese Daten verwenden die Wissenschaftler:innen, um sogenannte digitale Zwillinge dieser Städte zu erstellen. Mit diesen können „Was-Wäre-Wenn“-Szenarien durchgespielt werden, indem sie die Auswirkungen von unterschiedlich starker Luft- und Lärmpollution auf die menschliche Gesundheit simulieren.
Bessere Luftqualität mithilfe von Computermodellen
HARMONIE umfasst 19 Partnerinstitutionen aus ganz Europa – darunter auch das Max-Planck-Institut für Chemie (MPIC).
Die Gruppe um Thomas Berkemeier am MPIC entwickelt im Rahmen des HARMONIE-Projekts Computermodelle, die die komplexen Zusammenhänge zwischen Luftverschmutzung und öffentlicher Gesundheit in europäischen Städten abbilden. „Wir werden detaillierte Luftverschmutzungskarten nutzen, um zu bewerten, wie sich das Einatmen der Luft an verschiedenen Orten in der Stadt auf die Chemie in der Lunge auswirkt. Damit können unsere Partner gezielte Strategien entwickeln, um die Luftqualität in besonders betroffenen Bezirken zu verbessern“, erklärt Thomas Berkemeier.
Das Projekt HARMONIE wird im Rahmen des Programms „Horizont Europa“ der Europäischen Union gefördert.

