Yafang Cheng erhält renommierte Auszeichnung für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Aerosolforschung

Wissenschaftlerin des Max-Planck-Instituts für Chemie wird mit dem Schmauss-Preis der Gesellschaft für Aerosolforschung ausgezeichnet

31. August 2020

Für ihre herausragenden Beiträge zum Verständnis der Wechselwirkungen atmosphärischer Aerosole und ihrer Auswirkungen auf Luftqualität und Klima erhält Yafang Cheng den diesjährigen Schmauss-Preis der Gesellschaft für Aerosolforschung. Laut der Jury hat Cheng in mehreren bahnbrechenden Studien Fortschritte erzielt, die das Verständnis der Aerosolzusammensetzung, ihrer Quellen und Wechselwirkungen sowie ihrer Auswirkungen auf die Luftqualität und den Klimawandel verbessert haben. Die Auszeichnung, die Cheng gemeinsam mit Claudia Mohr von der Universität Stockholm erhält, wird am 1. September 2020 im Rahmen der Europäischen Aerosolkonferenz online verliehen.

Quelle: Yafang Cheng/privat

Yafang Cheng leitet seit 2014 die unabhängige Minerva-Forschungsgruppe „Aerosol & Luftqualität“ am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz. Mit ihrem Team entwickelt und kombiniert sie innovative experimentelle Methoden und Modellierungswerkzeuge, um aufzuklären, wie sich Aerosolpartikel bilden und verändern. Unter anderem erzielte die Forscherin wegweisende Erkenntnisse über Fest-Flüssig-Phasenumwandlungen, chemische Reaktionen und optische Eigenschaften von luftgetragenem Feinstaub und von Nanopartikeln, die aus Kohlenstoff, organischen Substanzen und anorganischen Salzen bestehen.

Die Auszeichnung ist laut Ulrich Pöschl, Direktor der Abteilung für Multiphasenchemie am MPI für Chemie, hoch verdient: „Dr. Cheng führt Forschungsprojekte und internationale Kooperationen mit Partnern in Amerika, Asien und Europa mit herausragendem Erfolg und großem Weitblick. Sie hat ein außergewöhnliches Talent, grundlegende wissenschaftliche Fragen von hoher gesellschaftlicher Relevanz zu identifizieren, zielgerichtet zu untersuchen, und umfassend aufzuklären.“

Yafang Cheng hat über 100 Publikationen in wissenschaftlich begutachteten Fachzeitschriften veröffentlicht, darunter mehrere Artikel in interdisziplinären Highlight-Magazinen (Science, PNAS etc.) und sogenannte „Hot Papers“, die besonders häufig zitiert werden (Top 0,1%, Web of Science). Dementsprechend spiegeln sich ihre wissenschaftliche Exzellenz und die Bedeutung ihrer Arbeiten in sehr hohen und rasch zunehmenden Zitationsraten wider (h-Index 37/45, Web of Science/Google Scholar) ebenso wie in internationalen Presseberichten. Kürzlich wurde sie zudem Vorstandsmitglied der „Exploratory Round Table Conferences“ (ERTC) der Max-Planck-Gesellschaft und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS).

Über den Schmauss-Preis:
Der Schmauss-Preis, der nach dem Physiker und Meteorologen August Schmauss (1877–1952) benannt ist, wird jährlich von der Vereinigung für Aerosolforschung vergeben. Der Preis wird an herausragende junge Wissenschaftler verliehen, die in der letzten drei Jahren herausragende neue Erkenntnisse auf dem Gebiet atmosphärischer Aerosole erzielt haben. Das Preisgeld beträgt 2000 Euro.

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