Präsolare Körner ("Sternenstaub")


Präsolare Körner ("Sternenstaub")

Präsolare Körner

Präsolare Körner sind sowohl fein verteilt in der Matrix primitiver Meteorite als auch in IDP's (Interplanetary Dust Particles) zu finden. Sie zeigen Isotopen-Zusammensetzungen, die von denen im Sonnensystem abweichen. So kann kein Zweifel bestehen, dass diese Körner aus Material gebildet wurden, welches von Sternen entweder in Explosionen (Novae, Supernovae) oder in Form von Winden emittiert wurde. Die isotopischen Häufigkeiten verschiedener Elemente lassen dann auf die im jeweiligen Sterninneren abgelaufenen Nukleosyntheseprozesse schließen. Hier finden Sie Bilder einiger Minerale, die als präsolare Körner in Frage kommen.

a) Siliziumkarbid (SiC): Es hat sich herausgestellt, dass alles SiC in Meteoriten präsolaren Ursprungs ist. Um SiC-Körner aus Supernova-Explosionen, die sogenannten SiC-X-Körner, zu identifizieren, ist die Analyse der Siliziumisotope notwendig. Die Bilder 7-10 zeigen identifizierte SiC-X-Körner nach der ‚Grobanalyse' mit der Ionensonde Cameca IMS3f (Bilder 7 und 9) sowie nach der ‚Feinanalyse' mit der Ionensonde Cameca NanoSIMS 50 (Bilder 8 und 10). Man kann erkennen, dass die Isotopenmessung mit der Ionensonde keine zerstörungsfreie Methode ist, sondern dass eine gewisse Menge an Material abgetragen worden ist.

b) Siliziumnitrid (Si3N4): Nur ein geringer Teil des in Meteoriten gefundenen Si3N4 ist präsolaren Ursprungs. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, präsolares Si3N4 ohne Isotopenanalyse zu identifizieren. Die folgenden Bilder stellen somit zwar meteoritisches Si3N4 dar, aber es muss nicht präsolar sein. Bild 20: Dieses Si3N4-Korn ist als präsolar anhand der Isotopenmessung mit der Ionensonde Cameca IMS3f identifiziert worden.

Hinweis zur Präparation: Alle Körner sind unbedampft auf Goldfolie aufgebracht.

J. Huth and A. Besmehn

SiC

SiC

SiC

SiC

SiC

SiC X

SiC X

SiC X

SiC X

Si3N4

Si3N4

Si3N4

Si3N4

Si3N4

Si3N4

Si3N4

Si3N4

Si3N4

Si3N4

Si3N4

Si3N4

Si3N4

Si3N4

SiC

SiC

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