Max-Planck-Forscher geehrt und in Nature‘s Top Ten

Wissenschaftsorganisationen und Journale zeichnen Mikhail Eremets für seine Arbeiten zur Supraleitung aus

17. Dezember 2015

Für seine grundlegenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Hochdruck-Chemie und die Entdeckung der Supraleitfähigkeit von Schwefelwasserstoff bei Rekordtemperaturen erhält Mikhail Eremets, Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Chemie, die Ugo Fano Medaille. Außerdem führen ihn zwei Forschungsjournale, darunter das renommierte Forschungsmagazin „Nature“ in ihren diesjährigen Top Ten Listen auf.

Mikhail Eremets untersucht Materie unter hohem Druck.

Mikhail Eremets leitet am MPI für Chemie die Forschungsgruppe Hochdruck-Chemie und Physik, die seit 2011 durch den „Advanced Grant“ des Europäischen Forschungsrates (ERC) unterstützt wird. In seinem im Sommer 2015 veröffentlichten Nature-Paper beschreibt Eremets, wie Schwefelwasserstoff bei minus 70 Grad Celsius und einem Druck von 1,5 Millionen Bar widerstandslos Strom leitet. Damit hat der 66-jährige Mainzer Forscher mit seinem Team nicht nur einen Rekord für die Supraleitung aufgestellt, sondern weist auch einen neuen Weg, auf dem sich möglicherweise Strom bei Raumtemperatur verlustfrei transportieren lässt.

Das Rome International Center for Materials Science of Superstripes (RICMASS) nahm Eremets Forschungserfolge zum Anlass, ihn mit einem Preis auszuzeichnen. Es verleiht ihm am 17. Dezember 2015 in Rom die Ugo Fano-Goldmedaille.

Das Forschungsjournal „Nature“ listet den Physiker in seiner diesjährigen Top Ten Liste „People who mattered this year“. Zudem hat das Magazin „Physics World“ die jüngsten Forschungsergebnisse von Mikhail Eremets auf die Liste der „Top Ten Breakthroughs of 2015“ gesetzt.

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