Mond und Mars

Station 8

Die Mainzer Stadtnachrichten am 19.9.1969 berichten über die Mondprobe, die am MPI für Chemie untersucht werden soll. Bild: Herbert Palme

Wenige Monate nach der ersten bemannten Mondlandung im Juli 1969 erhielt das MPI für Chemie von der NASA etwa 100 Gramm Mondstaub, den die Apollo-Mission mitbrachte. Den Untersuchungen voran standen Friedrich Begemann und Heinrich Wänke – beides Schüler von Friedrich Paneth, der die Kosmochemie am MPIC gegründet hatte.

Im Zentrum der Mainzer Untersuchungen standen zwei Fragen:  Wie ist der Mond entstanden und besteht er aus Erdgestein, sodass er mit der Erde eine gemeinsame Abstammung hat. Dafür spricht, dass Mond und Erdmantel chemisch sehr ähnlich sind. Vollständig geklärt ist die Entstehung des Mondes aber bis heute nicht.

Das Video "Der Mond kommt nach Mainz" beschreibt die Ankunft des außerirdischen Staubs am MPI für Chemie.

Wänke und seine Kollegen analysierten auch Probenmaterial aller folgenden Apollo-Missionen. Parallel dazu untersuchten sie Mond-, und später auch Marsmeteoriten. Um direkten Zugang zu Gesteinsproben vom Mars zu erhalten, engagierte sich Wänke sehr für eine erste Marsmission. In den 1990er Jahren entwickelte das Institut Spektrometer für ein Marsfahrzeug, um die chemische Zusammensetzung der Gesteine und Böden des Roten Planeten zu untersuchen.

Das Alpha-Röntgen-Spektrometer  (APXS), das seit 2004 mit an Bord des Marsrovers „Opportunity“ ist, lieferte wichtige Hinweise dafür, dass es in der Vergangenheit Wasser auf dem Mars gab.

Der Mars-Erkundungs-Rover bereitet Messungen an einem Stein vor.

Mars-Erkundungs-Rover. Bild: Daniel Maas



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